Rundstreckenrennen L`Anneau du Rhin 4.10.2003

War das Wetter auf der hinfahrt noch trocken, goss es am Rennsamstag wie aus Kübeln. Noch vor dem freien Training rüsteten sämtliche Fahrer auf Regenreifen um. Die Papier und technische Abnahme einschließlich Phonmessung war schnell abgeschlossen und so konnte es direkt losgehen. 


Gleich im ersten Pulk platzte bei einem Polo in der Zielkurve der Motor und vier Sack Ölbindemittel waren nötig um das Öl von der Strasse aufzunehmen. Im Zeittraining folgte diesem Beispiel noch ein Porsche 944 und verwandelte eine andere Kurve in ein Öl-Wasser Gemisch. 

Mein Auto verlor an diesen Renntag gleich zwei Sachen. Im freien Training fiel der Ventilatorflügel des Heizungsgebläses ab und im Zeittraining, zum Glück nach der Zieldurchfahrt, ging eine Verschlussschraube am Vergaser verloren und der A112 musste abgeschleppt werden. Den Vergaser konnte ich reparieren, den Innenlüfter nicht.

Die 13 Fahrzeuge des NAVC fuhren in einer Gruppe. Ich hatte den 6. Startplatz zum ersten Lauf herausgefahren. Beim Start konnte ich 2 Plätze gutmachen und hatte nun die ganze Zeit Franz Burbach vor mir, mit dem ich mir einen heißen Kampf um Platz 1 lieferte. Leider war sein Audi 50 immer einen Hauch schneller und seine Reifen hatten immer etwas mehr Haftung. Die einzigste Stelle an der ich etwas schneller war, war am Ende der langen Geraden vor der Zielkurve. Dort konnte ich Ihn auch einmal überholen, in der 180° Linkskurve tauschen wir allerdings wieder die Plätze. Nachdem allerdings Gustav Abele mit seinen Kadett C im  Kiesbett gelandet war, wurde jedoch ab Zielkurve Gelb gezeigt, so dass ein Überholen nicht mehr möglich war. So musste ich mich mit einen 2. Platz im 1. Lauf zufrieden geben.

Im 2. Lauf klappte der Start noch besser als beim 1. Mal. Ich konnte Franz Burbach überholen, da er hinter dem Calibra vom Fish Racing Team festhing. In der 2. Linkskurve berührte mich Burbach am Heck und ich hatte einen Fastdreher auf das Kurveninfield und allerhand Autos zogen vorbei. Ich konnte mich hinter H. Albermann auf Ford Escort wieder einsortieren. 

Es fing wieder stark an zu regnen und die Windschutzscheibe beschlug immer mehr. Durch die stark eingeschränkte Sicht waren die Kurven nur schwer einzusehen und vorallendingen die 180° Linkskurve war nicht mehr einzusehen. Inzwischen hatte Albermann mit mir im Schlepptau Franz Burbach wieder erreicht und auf der Start/Ziellinie konnten wir beide daran vorbeifahren. Das ärgerte den Franz anscheinend sehr, denn in der besagten 180° Links fuhr er mir in die Seite. 

Während ich den Abflug noch verhindern konnte, folgte für Franz die Strafe auf dem Fuße, sein Polo flog durch diese Aktion ab in die Botanik. Ich beendete diesen Lauf als Sieger in der Klasse bis 1300cccm und die Addition beider Läufe ergab den Klassensieg.