Slalom721 Km zeigte der Tageskilometerzähler, als wir nach neun Stunden Fahrt in Melk an der Donau ankamen. 4 Tage Motorsport pur waren bei den NAVC - Motorsporttagen 2002 angesagt. Donnerstags mittags und Freitags morgens gab es je ein Slalom, anschließend fuhren die Teilnehmer der Wachau-Classics mit ihren historischen Alfa`s eine Gleichmäßigkeitsprüfung auf dem Wachau-Ring. Nachmittags und Samstags vormittags folgte dann ein Rallyesprint mit 7 Wp`s, mittags fuhr dann der DASV ihr erstes Rennen aus. Am Sonntag ging es mit dem Zeittraining für den NAVC los, gefolgt von den Wertungsläufen zur Rundstreckenmeisterschaft und dem 2. Rennen des DASV.
TariningFreitag morgens entschloss ich mich kurzfristig den Slalom mitzufahren. Ich möchte nicht viel dazu sagen, da mir Slalom eigentlich nicht liegt. Platz 5 von 7 Teilnehmern war dann auch die gerechte Plazierung. Nach der Rallye konnte man freies Training fahren. Ich fuhr 3x 5 Runden und das Auto lief ohne Probleme. Bei trockenem Wetter und 25 Grad im Schatten konnte der Vergaser ja auch garnicht einfrieren. 
Sonntag morgens wurde das Zeittraining gefahren. Hierzu durfte man 5 min seine Runden drehen und die beste Rundenzeit wurde zur Startaufstellung herangezogen. Leider hatten nicht allzuviele den Weg nach Melk gefunden, so daß lediglich 9 Starter am Start standen, davon vier in der Gruppe 1 und fünf in der Gruppe 2. Das bedeutete je eine Klasse in den Gruppen, die alle zusammen gestartet wurden. 
Meine Trainingszeit reichte zum 5. Startplatz. Es wurde stehend gestartet und ich konnte vom Start weg bis zur ersten Kurve auf den zweiten Platz vorfahren. Die erste Kurve war eng, zu eng für die drei Autos die da gleichzeitig durchfahren wollten. Ich musste ganz innen über sehr hohe Curps fahren. Das Auto hob mit den inneren Rädern ab, aber ich konnte es noch vor der seitlichen Rolle bewahren und sogar meinen zweiten Platz behaupten. 1. LaufBei dieser Aktion spielte der hintere Stabilisator nicht mit und sprang aus seiner Befestigung. Die Folge war später so in der 13. Runde zu spüren. In der hintersten 180° Kurve rutschte ich leider von der Strecke ins Gras und dieses Missgeschick nutzen natürlich Willi Frank auf Kadett C Coupé und Herbert Gleixner auf VW Polo aus und überholten mich. In der Zielkurve hatte ich noch eine leichte Berührung mit dem C-Kadett von Willi Frank. Nach 15 Runden sah ich dann als vierter das Ziel.
Im zweiten Lauf stand ich dann an vierter Stelle. Nach dem Start konnte ich mich an dritter Stelle hinter Willi Frank einsortieren. Die erste Kurve war diesmal wieder etwas eng und durch den seltsamen Fahrstil, der aber wahrscheinlich bei einem heckgetrieben Kadett normal ist, berührten unsere zwei Autos sich wieder an der gleichen Stelle. Diesmal tat es meinem Auto aber mehr weh als dem stabilen C-Kadett und der vordere rechte Kotflügel wurde doch stark verformt. Der Strassenlage tat es aber keinen Abbruch und ich konnte während des Rennverlaufes doch gut mit den wesentlich stärkeren 2-Liter Autos mithalten. So in der 10 Runde überholte mich der starke Opel Manta mit der Startnummer 666 und drängte mich etwas zur Seite. Die Folge war ein schwarzer Reifenabdruck in der linken Tür.2. Lauf Zwei Runden vor Schluss brach bei dem direkt vor mir fahrenden Kadett das rechte Hinterrad ab. Das Vorbeikommen war schwierig aber nicht unmöglich und ich kam als Dritter nach 20 Runden ins Ziel was in der Gesamtwertung auch dem dritten Platz entsprach. Zukünftig will ich nun immer 50 cm mehr Platz zwischen mir und einen heckgetriebenen Opel lassen, denn ein stark beschädigter Kotflügel und Reifenabdrücke auf der linken Seite reichen mir mal fürs erste.