Training zum RundstreckenrennenAm 29 .9 und 30.9 fuhren wir zum zweitenmal in diesem Jahr nach Bitburg. Wiederum war eine kombiniert Rallye und Rundstreckenveranstaltung angesagt. Der Wetterbericht hatte für dieses Wochenende strahlenden Sonnenschein vorhergesagt und er sollte damit auch recht haben. Doch bevor es zum Rennen ging, hatte ich noch einige Arbeiten zu verrichten. Der Motorschaden von Melk hatte doch tiefere Wunden in meinem A112 Motor hinterlassen als zuerst angenommen.
Training zum RundstreckenrennenDies hatte sich bereits in Schlotheim angekündigt. Die Leistung war auf 65 Rad-Ps gesunken und die Kompression auf dem 4. Zylinder war stark abgefallen. Also entschloss ich mich den Motor auszubauen und zu zerlegen. Der Kolben des 4. Zylinders war nahezu zerstört. Der Motor musste also dringend überholt werden. Da das in der kurzen Zeit nicht möglich war, entschloss ich mich einen anderen Motor, den aus Olafs Gruppe 2 A112, einzubauen. Da dieser jedoch aufgrund eines geplatzten Ölkühlerschlauches einen Kurbelwellenschaden hatte, musste er jedoch auch überholt werden. Zwei Wochen vor Rennbeginn war der A112 jedoch startklar.
Training zum RundstreckenrennenDer Panda wollte jedoch auch noch vor der Rallye vorbereitet werden. Der Motor war noch auseinandergenommen und eine neue Kupplung sollte auch montiert werden. Die Kupplung war rechtzeitig bestellt, wurde jedoch aufgrund eines Dispositionsfehlers erst eine Woche vorher geliefert. Die Schwugscheibe wurde angepasst und Donnerstags Abends konnte der Motor erstmalig gestartet werden. Doch das Desaster folgte sofort. Nachdem der Motor warmgelaufen war, gab ich zweimal kräftig Gas und beim zweitenmal scherte die Schwungscheibe von der Kurbelwelle ab. Alle 6 Schrauben der Kurbelwelle waren ab. Der originale Stift, der die Schwungscheibe mit der Kurbelwelle zentriert, war zu schwach. Wir bauten noch das Getriebe aus, und Freitag Vormittag wurde noch eine neue Schwungscheibe gemacht die dann mit zwei massiven Stiften mit der Kurbelwelle verschraubt wurde. Nachmittags um 4 Uhr lief der Panda wieder. Aber er musste noch auf dem Prüfstand um Vergaser und Zündung einzustellen und irgendwann wollten wir ja auch mal losfahren. Ein kurzer Prüfstandslauf, der Motor hielt und die Vergaser wurden grob abgestimmt und um 8 Uhr abends waren wir endlich zur Abfahrt bereit.
NAVC RallyesprintSamstags morgens war es in Bitburg doch sehr kalt und nass. Wir luden beide Autos ab, erledigten die Papierabnahme und versuchten den Panda zu starten. Aber er wollte nur sehr schwer anspringen. Nach dreimaligen Kerzenwechsel und mit Startpilot schafften wir es schliesslich den Motor zum Leben zu erwecken. Nach ca 10 sec bei 3000 1/min starb er jedoch schlagartig ab. Der Zahnriemen war 90° übergesprungen. Ich stellte die Steuerzeiten wieder korrekt ein und wie durch ein Wunder war den Ventilen nichts passiert. Eine kurze Probefahrt folgte und der Motor lief ganz gut. Der A112 machte keine grösseren Probleme, er sprang an und lief auch einwandfrei. 
NAVC Rallyesprint Das freie Training hatte bereits begonnen und ich fuhr mit dem A112 zwei Durchgänge. Dabei zeigte sich, daß sich das Fahrverhalten durch die breiteren Felgen stark verbessert hatte und der neue Motor auch viel kräftiger als der alte war. Der Prüfstandlauf hatte 85 Rad-Ps ergeben, eine Steigerung von 20 PS gegenüber dem alten Motor. Nach der Mittagspause begann die Einführungsrunde zur Rallye. & WP`s waren in langsamer Fahrt abzufahren, Sowas gefällt dem Panda allerdings überhaupt nicht und am Ende der Besichtigungsrunde, nach dem Abstellen fing der Motor zu kochen an. NAVC RallyesprintDas war zwar kein allzugrosses Problem, aber es ließ nichts Gutes für die Rallye vermuten. Die erste WP war der originale Rundstreckenkurs. 6 Runden entgegen dem Uhrzeigersinn waren auch schnell vorbei, das einzige Aufällige war, daß sich der 5 Gang zwar leicht rein- aber nur schwer wieder rausging. Die zweite WP folgte fast sofort, diesmal ging es 6 Runden entgegengesetzt. Ab der dritten Runde bekam ich den 5. fast gar nicht mehr herraus und das Auto übersteuerte plötzlich stark. Ich vermutete einen Platten, aber das Auto rollte noch gut. Was war los? Der 5. Gang hatte sich verabschiedet und ein Loch ins Getriebegehäuse geschlagen, Getriebeöl lief aus, genau auf das linke Hinterrad. Wir fuhren die WP zu Ende und sahen uns die Bescherung im Fahrerlager an. Zwei Löcher im Getriebedeckel des 5. Gangs bedeuteten das Aus für die Rallye. 
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