zur Abfahrt bereitAm Freitag den 26.4.02 war der neue A112 fertig für den Einsatz beim NAVC Rundstreckenrennen in Bitburg. Nachdem er mit 12 kompletten Rädern, einer Ersatzteilkiste, 20 ltr. Sprit und einem Werkzeugwagen recht schwer beladen war, merkten wir, dass beim Rückwärtsschieben das "P" vom Pirelli-Schriftzug der Reifen am hinteren Kotflügel schleifte. Also packten wir noch eine Flex mit Papier und Trennscheiben ein, um dann im Fahrerlager die Ränder noch etwas nachzuarbeiten. Der A112 von OlafFür den Rallyesprint nahmen wir noch Olaf´s Gruppe 1 A112 mit, den wir noch mit neuen, hinteren Querlenkern, anderen Stossdämpfern, einem Fensternetz und Haupstromschalter aufgerüstet hatten. Die 165 Km bis nach Bitburg waren in 2,5 Stunden geschafft. Das Wetter in der Eifel ist immer sehr wechselhaft und sah nicht besonders gut aus. Wir konnten jedoch noch die Autos im Trockenen abladen und einen Streckenrundgang machen, bevor der grosse Regen kam. Am Samstagmorgen war das Wetter einigermaßen gut und so konnte ich noch im Trockenen die Kotflügelränder abschleifen. Im FahrerlagerAnschließend ging es dann gleich zur Papier- und Technischen Abnahme, bevor das freie Training begann. Für den ersten Durchgang hatte ich die Regenreifen montiert, damit die oberste Schicht abgefahren wurde und sie wieder richtigen Grip bekommen. Die ersten Runden mit dem neuen Auto verliefen recht unspektakulär, nach einigen langsamen Runden folgten etwas schnellere, bis das erste freie Training beendet wurde. Es zeigte sich, das die vorderen Bremsen wohl noch ein paar Runden brauchten, bis sie die volle Leistung bringen würden. Wieder im Fahrerlager angekommen, montierte ich die nagelneuen Avon Slicks und stellte mich wieder für das nächste Training an. Das erstaunliche an den Avons war, sie bauten, obwohl sie noch nie gefahren wurden, bereits in der ersten Kurve die volle Haftung auf. Bisher hatte ich mit neuen und kalten Reifen immer mit der starken Übersteuerneigung in den ersten zwei Runden zu kämpfen bis die Reifen etwas auf Temperatur kamen. Als ich nach zwei gefahrenen Runden die Geschwindigkeit in den Kurven steigerte, gab es ein Problem mit der rechten Antriebswelle. Beim Beschleunigen aus den Kurven sprang das innere Tripodengelenk aus dem Differential raus. Im TrainigAlso fuhr ich mit mäßiger Geschwindigkeit ins Fahrerlager zurück und überlegte, wie mit den beschränkten Mitteln die zur Verfügung standen, der Fehler behoben werden konnte. Ich hatte zufällig eine Achswellenscheibe von einem Panda dabei, die auf der inneren Seite des äusseren Achsgelenks montiert werden konnte,was die Antriebswelle um ca 7 mm weiter ins Getriebe reinschob. Nur der äussere Duchmesser der Scheibe war viel zu gross, aber zum Glück hatte ich mir noch eine Trennscheibe für die Flex mitgenommen und konnte die Scheibe aussen abschneiden, damit sie in den Achsschenkel passte. Nach der Mittagspause ging es dann in den dritten Turn, und mein Umbau klappte problemlos. Jetzt konnte ich in Ruhe einige Trainigsrunden drehen und mich ganz auf das Fahrverhalten der neuen Hinter- und Vorderachse konzentrieren. Das neue Auto liegt viel besser als das alte. Womit ich nicht ganz zufrieden war, war die Motorleistung. Der Wagen ging zwar nicht schlecht, hatte aber nicht so den richtigen Biss. Die Leistungsprüfung am Donnerstag hatten ja auch nur 70 Rad-PS ergeben, aber die Zeit war einfach zu kurz, um da noch etwas zu ändern.

1 ASC Rheingau Rallye BitburgRechtzeitig um 15:00 Uhr zur Fahrerbesprechung der Rallye begann es wie aus Eimern zu schütten. Mit etwas Verspätung begann dann die Besichtigungstour der einzelnen WP´s. Ca um 16:00 Uhr startete dann das erste Fahrzeug. Die starken Gruppe 2 Autos vor den Serienwagen. Da wir mit dem Gruppe 1 A112 das kleinste Auto im Feld fuhren, starteten wir am Schluss. Die Wagen gingen in Vierergruppen auf den Rundkurs. Mit bei uns waren aus unserer zusammengelegten Klasse ein Peugeot 106 Rallye und ein VW Polo und zusätzlich noch ein Klasse 4 R5 Turbo. Es regnete während der ganzen Zeit, was mich aber nicht weiter störte.1 ASC Rheingau Rallye Bitburg Viel schlimmer war da schon der R5 Turbo auf dem wir in der zweiten WP aufliefen und der uns dann im Weg herumstand. Auf der Geraden war der Turbo dann aber wieder schneller, so daß wir leider nicht überholen konnten. Viele Teams hatten auch Probleme den richtigen Weg zu finden, doch mein Beifahrer Olaf Fischer zeigte mir immer die korrekte Strecke und zählte auch die Runden richtig, so daß wir zeitstrafenfrei unsere WP´s absolvieren konnten. Im Endergebniss wurden wir dann  mit nur einer Sekunde Rückstand auf dem Ersten Zweiter.